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Max Liebermann

Berlin 1847–1935 Berlin

Liebermann wurde 1847 als zweiter Sohn eines jüdischen Textilunternehmers in Berlin geboren. Ab 1857 wohnte die Familie in einem Palais am Pariser Platz, gleich neben dem Brandenburger Tor. Liebermann erhielt während der Schulzeit ersten Malunterricht und konnte 1868 an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar studieren. 1871 sah Liebermann bei einer Studienreise in Düsseldorf das Gemälde Die Charpiezupferinnen von Mihály Munkácsy, was ihn zu seinem ersten Hauptwerk Die Gänserupferinnen anregte. Zum Studium der modernen französischen Malerei zog Liebermann 1873 nach Paris. Dort lernte er vor allem die Maler von Barbizon kennen und schätzen. In den folgenden Jahren reiste Liebermann vielfach nach Holland, wo er in den alten niederländischen Meistern weitere Vorbilder und in den holländischen Motiven seine Bildthemen fand. 1892 wurde Liebermann Mitglied der Künstlervereinigung der XI – einer Vereinigung von elf gegen die konservative Kunstrichtung der Akademie gerichteter Künstler. 1898 war er dann Gründungsmitglied der Berliner Secession, deren Präsident er 1899 wurde. Vom anfänglichen Naturalisten wurde Liebermann zu einem der wichtigsten deutschen Impressionisten. Ab 1915 begann er in zahlreichen Gemälden seinen Garten am Wannsee zu malen. 1920 wurde Liebermann Präsident der Akademie der Künste und 1927 Ehrenbürger Berlins. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden viele seiner Bilder aus öffentlichen Sammlungen entfernt und Liebermann zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. 1935 starb er in seinem Haus am Brandenburger Tor.

Alexander Bastek