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Ernst Ludwig Kirchner

Aschaffenburg 1880 –1938 Frauenkirch-Wildboden

Kirchner, einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Expressionismus, war als Maler Autodidakt. Studiert hatte er Architektur in Dresden und München. 1905 gründete er gemeinsam mit Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff die Künstlergemeinschaft Die Brücke. In Dresden malten die jungen Künstler vor allem Landschaften und Akte. 1911 zog Kirchner nach Berlin und das Thema der Großstadt trat neben die Landschaftsmalerei. Die Sommer vor dem Ersten Weltkrieg (1908 und 1912 bis 1914) verbrachte Kirchner auf der Insel Fehmarn, wo er vor allem die Küstenlandschaft malte und mehr als 120 Gemälde schuf. Kirchner meldete sich als Freiwilliger zum Kriegsdienst, wurde nach nervlichem Zusammenbruch jedoch im November 1915 beurlaubt. 1918 zog er nach Davos (Schweiz). Die künstlerische Auseinandersetzung mit der hochalpinen Landschaft bestimmte sein Werk in den 1920er und 1930er Jahren. Während der NS-Zeit wurde Kirchners Kunst als sogenannte „entartete Kunst“ diffamiert. Am 15. Juni 1938 nahm sich Kirchner in Davos das Leben.

Alexander Bastek