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Christian Rohlfs: Waldinneres

Inde i skoven

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1895 | Öl auf Pappe, 24,6 x 32,3 cm

Christian Rohlfs besuchte die Weimarer Malerschule, die für viele Künstler aus Schleswig-Holstein beliebte Ausbildungsstätte wurde. Rohlfs Werk zeigt ganz unterschiedliche Stilrichtungen. In den Weimarer Jahren folgte er der an der Malerschule praktizierten Malerei einfacher Naturszenen. Das vorliegende kleine Gemälde zeigt, welcher Wandel zur Moderne sich um 1890 in Weimar vollzog. Der Kunsthistoriker Emil Heilbut (1861–1921) hatte in Weimar Vorlesungen zum Impressionismus gehalten und dabei Originalgemälde von Claude Monet präsentiert. Umgehend hellten viele der Studenten ihre Palette auf und begannen mit lockerem Pinselstrich die Natur festzuhalten. Auch Rohlfs malte das Waldinnere in typisch impressionistischer Manier: Die stark angeschnittenen Bäume verdeutlichen das Ausschnitthafte und Momenthafte, helle Farbakzente geben die Lichtakzente wieder und Blau-, Gelb- und Grüntöne bilden das Farbspiel einer solchen Waldszene ab. Rohlfs wurde nachhaltig von, dem Mäzen Edvard Munchs, gefördert, aus dessen Besitz dieses Gemälde auch stammt.

Alexander Bastek