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Stillleben und Blumenbilder

Das Stillleben (franz: nature morte, dän: opstilling) ist ganz einfach ein Bild von zusammengestellten Gegenständen. Das schon in der Antike bekannte Genre erlebte seine Blütezeit in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts und ist somit ein klassisches Motiv der Kunstgeschichte. In der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis hin zur Mitte des 20. Jahrhunderts kam das Stillleben in der Malerkunst zu neuer Blüte.

Neue Generationen von Künstlern widmeten sich wieder dem Motiv und benutzten es als Ausgangspunkt für Experimente mit Form, Farbe und Ausdruck. Diese neuen Impulse kamen in hohem Maße von der französischen Avantgarde. Dass sowohl dänische wie deutsche Künstler sich an der Pariser Kunstszene orientierten, sieht man sehr deutlich bei Olaf Rude und August Macke, deren Komposition II. Nature morte mit Weißbrot und Stillleben mit Hirschkissen und Strauß deutlich von Pablo Picasso (1881-1974) und Henri Matisse (1869-1954) inspiriert sind.

Das Blumenbild gehört zu den vielen populären Unterformen des Stilllebens und war Ende des 19. Jahrhunderts besonders bei Künstlerinnen beliebt. Sie fanden in diesem Motiv ein unstrittiges, zu Nähe und Heim gehörendes Thema. Nach der Jahrhundertwende sollte dieses konventionelle Thema in Bilder umgesetzt werden, die sich, wie an Lovis Corinths Rosen, Flieder und Osterglocken und Susette Holtens Stillleben mit Rosen zu sehen, entschieden auf die moderne malerische Entfaltung beziehen.



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