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NORDMUS. Ein grenzübergreifendes regionales Museumsnetzwerk

Mit NORDMUS wird ein deutsch-dänischer Museumsverbund als eine stabile Plattform für die Museumszusammenarbeit in der südwestlichen Ostsee etabliert. Damit wird eine nachhaltige institutionelle Struktur für die Zusammenarbeit im Bereich des kulturellen Erbes geschaffen.

Aufbau stabiler Kooperationsstrukturen

Das Projekt stärkt hier die institutionelle Kapazität durch den Aufbau und die Pflege eines grenzübergreifenden Netzwerkes der Museen und anderer Institutionen des kulturellen Erbes. Ziele des Netzwerkes sind fachliches Sparring, der Austausch von Wissen und Erfahrungen und die Vermittlung der Ergebnisse dieses Austauschs. Mit dem Netzwerk wird eine Plattform geschaffen, die den Akteuren im Tourismus, in der Forschung und den Museen Möglichkeiten eröffnet, neue Partnerschaften zu entwickeln und feste Organisations- du Kommunikationsstrukturen im westlichen Ostseeraum zu errichten. Durch die Zusammenarbeit und die Zusammenführung von Ressourcen, Kompetenzen und Wissen wird ein Mehrwert generiert, der für die gesamte Region von Nutzen ist. Durch die Sichtbarmachung und Nutzung der regionalen kulturellen Reichtümer soll das Interesse für diese grenzübergreifende Region geweckt werden und das regionale Bewusstsein gefördert werden. Damit wird dazu beigetragen, die Region rund um den Fehmarnbelt attraktiver zu gestalten und Wachstumsimpulse im Tourismus und für den Arbeitsmarkt zu generieren.

Make people stop and see

Die Region in der südwestlichen Ostsee ist von einem reichhaltigen Kulturerbe geprägt. Das Projekt NORDMUS will diesen kulturellen Reichtum präsentieren und so ein Bewusstsein für diese regionalen Potentiale schaffen. Damit wird die regionale Anziehungskraft im Bereich des Tourismus und des Arbeitsmarktes gestärkt. Das Mapping der Museums- und Kulturerbe-landschaft und ihrer Akteure (darunter Museen, Kulturerbeinstitutionen und Fachpartner der Museen) ermöglicht grenzübergreifende Diskurse über gemeinsame Herausforderungen, Bedarfe, Chancen und Potentiale. Diese Diskurse bilden die Grundlage für die Entwicklung von gemeinsamen grenzübergreifenden Strategien, Konzepten und Aktionsplänen. Im Projekt NORDMUS sind derzeit 53 Museen und Ausstellungsstätten grenzübergreifend vereint. Diese Projektpartner stehen beispielhaft für die kulturhistorische und strukturelle Vielfältigkeit in der gesamten Region. Die Museen sind über eine Vielzahl von Vereinen und ehrenamtlichen Mitarbeitern mit der lokalen Bevölkerung verknüpft. Die Projektpartner hatten im Jahr 2015 insgesamt 35 Freundeskreise und Fördervereine mit insgesamt 10.156 Mitgliedern 689 ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Geplante Ergebnisse

  • Aufbau eines Deutsch-dänischen Museumsnetzwerkes
    • Mapping der Museums- und Kulturerbelandschaft und ihrer Akteure: Museen, Kulturerbeinstitutionen, museumsrelevante Fachpartner und Forschungseinrichtungen
    • Ausarbeitung von grenzübergeifenden Strategien, Konzepten und Aktionsplänen; Publikation der Ergebnisse
    • Gründungskonferenz
    • Aufbau der Organisations- und Kommunikationsstrukturen des deutsch-dänischen Museumsverbundes
  • Test der Kapazität der Netzwerkstruktur mit drei Teilprojekten
    • Innovative elektronische Kommunikations- und Vermittlungsformen für ein breites Publikum
    • Gemeinsame grenzübergreifende Ausstellungsprojekte
    • Wissensvermittlung und Ausbildung ehrenamtlicher Museumsmitarbeiter

Projektbudget

1,19 Mill. Euro

Davon: 75 % Zuschuss von Interreg Deutschland-Dänemark

Leadpartner

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